Samstag 06.02.2021

14:00, Hauptbühne


Die letzten Jäger und Sammler. 95% der Menschheitsgeschichte haben wir als Jäger und Sammler zugebracht. Die Maniq im Süden Thailands gehören heute zu den Letzten auf unserer Welt. Ihr nomadisches Leben kennt keine soziale, politische oder ökonomische Ungleichheit, weder zwischen Mann und Frau noch zwischen Kindern und Erwachsenen. Der österreichische Sozialwissenschaftler Khaled Hakami wird von den Maniq respektiert und angenommen, aber von den Regenwaldbewohnern zumeist ausgelacht, da er die meiste Zeit mit dem Überleben beschäftigt ist. Das Bild vom primitiven Steinzeitmenschen in Schulbüchern und Medien hat wenig mit der Realität zu tun. Gleiches gilt für romantische Vorstellungen vom indigenen Leben im Einklang mit der Natur. Aber wie und warum funktioniert eine Gesellschaft ohne Hierarchie? Und wenn wir die längste Zeit unserer Geschichte so oder so ähnlich gelebt haben, warum mussten wir uns ändern? Der anwesende Forscher durfte bei den Maniq (über)leben und wird versuchen zu erläutern, warum. In Wort, Bild und Film. 

Khaled Hakami. Der Wiener forscht als Sozialwissenschafter am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien und ist Mitglied der neu gegründeten Denkfabrik „That’s Life“.

Neben klassischer Lehrtätigkeit organisiert der renommierte Wissenschaftler Kongresse, war zu Gast bei der Sendereihe Punkt Eins auf Ö1, bei der langen Nacht der Forschung, beim Forscher-Slam und weckt mit seinem Multimediavortrag großes Interesse auch außerhalb anthropologischer Fachkreise.